Die Generation Z

Der Begriff „Generation Z“, auch „YouTube Generation“ oder abgekürzt und im englischsprachigen Raum „Gen Z“ genannt, ist derzeit in aller Munde. Hast du bereits von diesem Ausdruck gehört und weißt du eigentlich, welcher Generation du zugehörig bist?

Im Folgenden wird beschrieben, was der Terminus Generation Z bedeutet, mit welchen Merkmalen die Angehörigen assoziiert werden und was diese von anderen vorherigen Jahrgängen unterscheidet. Des Weiteren wird die Rolle der Generation Z in der heutigen Arbeitswelt und die Art und Weise der Kommunikation thematisiert.

Selbstverständlich lässt sich nicht jeder Mensch pauschal und vollständig zu einer bestimmen Gruppe zuordnen. Ein Mensch sollte zunächst als ein Individuum angesehen werden und nicht mit Vorurteilen belastet werden. Die altersbezogene Einordnung in verschiedene Generationen dient der Erfassung wesentlicher Eigenschaften, Wertvorstellungen, Interessen, Charakterzüge wie auch Stärken und Schwächen der jeweiligen Generation. Daraus lassen sich bestimmte Denk- und Verhaltensmuster, Lebensweisen und Bedürfnisse ableiten.


Definition und Alterseinordnung

Die Generation Z bezeichnet den Jahrgang, der zwischen 2000 und 2010 zur Welt kam und sich somit noch im Kindes- und Jugendalter oder an der Schwelle des Erwachsenwerdens befindet. Sie stellt die Nachfolgegeneration der Generation Y, der Millennials dar. Das Aufwachsen in einer digitalen Welt hat wohl den markantesten Einfluss auf diese Generation. Von Geburt an sind sie Digital Natives. Das Smartphone, jegliche Art von Computer und digitale Anwendungen/ Medien sind selbstverständliche Begleiter im Alltag sowie im Arbeitsleben.

Die Generation Z, Infos und Definition

Abgrenzung der unterschiedlichen Generationen

Seit dem Jahr 1922 werden Generationen entsprechend ihrer Geburtenzeiträume eingeteilt.
Eine absolute Abgrenzung der Generationen ist nicht möglich. Die Übergänge sind teilweise fließend. Generationen können durch markante Ereignisse, wie z.B. Kriege geprägt werden. In der Literatur lassen sich unterschiedliche Einteilungen der Generationen finden.

  • Traditionalisten:
    Diese Generation ist zwischen 1922 und 1945 geboren und hat ziemlich sicher einer der Weltkriege oder die Nachkriegszeit miterlebt.
  • Baby-Boomer:
    Der Begriff etablierte sich nach dem Ende des 2. Weltkrieges. Die Geburtenrate stieg enorm an. Sie waren die erste Generation der Nachkriegszeit, die das Wirtschaftswunder miterlebt haben. In der Literatur wird diese Generation als erfolgreich und loyal charakterisiert, die ihren Fokus auf die Arbeit gelegt hat, jedoch gibt es kaum Ergebnisse aus Studien zu deren Wertvorstellungen, Bedürfnissen und Verhaltensweisen. Heutzutage werden sie von den jüngeren Generationen mit Vorurteilen wie „konservativ“, technologiefremd“ und „diskussionsfaul“ behaftet.
  • Generation X (Generation Golf):
    Die zwischen 1965 und 1979 geborene Generation wurde mit der Wirtschaftskrise und der zunehmenden Scheidungsrate konfrontiert. Laut Studien ist es für diese Generation bedeutsam, beim Job voranzukommen und etwas zu erreichen. Sie wird als „zielstrebig“, „ambitioniert“ und „unkonventionell“ beschrieben. Arbeit und Geld wird jedoch nicht wie bei der vorherigen Generation in den Vordergrund gestellt, sondern eher als Mittel zum Zweck gesehen.
  • Generation Y (Gen Y, Millennials oder Digital Natives):
    Die Geburt dieser Generation liegt zwischen 1977 und 1997. Der Begriff Millennials wird deshalb verwendet, da diese Generation um die Jahrtausendwende in die Arbeitswelt eintrat. Das Y steht für das englischsprachige Wort „why“. Dieser Generation wird nachgesagt, dass sie fähig war, selbstverständlich genommene Sachverhalte kritisch zu hinterfragen. Der Begriff „Digital Natives“ soll die Affinität zur Technik zum Ausdruck bringen. Sie sind stark durch die Globalisierung und den Internetboom geprägt.

Die Forschung weißt zu dieser Generation die meisten Studienergebnisse auf. Die Vertreter dieser Generation möchten einen Sinn in ihrem Beruf sehen, der zu ihrer Zufriedenheit und Selbstverwirklichung beiträgt und Abwechslung bieten. Eine ausgewogene Work-Life Balance und ein Leben im Hier und jetzt beschreiben die Einstellung zu ihrer Lebensweise ziemlich gut. Sie wird oft mit den Attributen „faul“, schwierig“ und „anspruchsvoll“ in Verbindung gebracht.


Die Generation Z und die Arbeitswelt

Die Generation Z steht kurz davor in den Arbeitsmarkt einzutreten bzw. absolviert teilweise bereits eine Ausbildung oder ist Teil der Arbeitswelt.

Der demographische Wandel, der in den vergangenen Jahren in Deutschland stattfindet, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Geburtenrate seit Beginn der 1970er Jahre geringer ist als die Sterberate. Der Anteil der jüngeren Bevölkerung nimmt somit stetig ab, während der Anteil der älteren Bevölkerung wächst. Die höhere Lebenserwartung trägt ebenfalls zu einer Verschiebung der Bevölkerungsanteile bei. Die Abnahme der potentiell zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte führt neben der Tatsache, dass sich immer mehr Schulabgänger für ein Studium entscheiden, zu einem Arbeitskräftemangel.

Die vorgestellten Generationen, die Traditionalisten ausgenommen, treffen mit verschiedenen Wertevorstellungen, Erlebnissen, Bedürfnissen und Weltanschauungen in der Arbeitswelt aufeinander. In Hinblick auf den Fachkräftemangel stellt dies Arbeitgeber vor eine Herausforderung. Einerseits muss dieser auf die Ansprüche und Bedürfnisse, wie freie Entfaltung und Flexibilität eingehen und die bestehenden starren Muster eventuell an die neue Generation anpassen, andererseits müssen effiziente Maßnahmen in Bezug auf ein ausgewogenes Arbeitsklima für alle Angestellten geschaffen werden.

Gemäß Studien weisen die Millennials und die Generation Z Ähnlichkeiten auf. Jedoch scheint die Generation Z vernünftiger, weltoffener, kritischer und toleranter zu sein. Menschlichkeit und Chancengleichheit nimmt eine große Rolle in ihrem Leben ein.


Die Generation Z
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Wie kommuniziert die Generation Z?

Die Gen Z kommuniziert anders und auf anderen Kanälen als die vorherigen Generationen. Ihnen wird nachgesagt, dass sie „Smartphone-süchtig“ seien. Klassische Medien wie Zeitungen verlieren an Wichtigkeit.  Plattformen wie Facebook, YouTube, Twitter, Instragram und co. sind die zentralen Kommunikationskanäle. Dabei werden viele Emotionen und Einstellungen über Emoticons, Fotos und Hashtags ausgedrückt. Selbstdarstellung und „andere neidisch machen“ steht hoch im Kurs. Sogenannte „Influencer“ scheinen die Lebensweise, wie auch das Kaufverhalten dieser Generation stark zu beeinflussen. Aus dem Motto „Ich bin, was ich habe“ entwickelte sich die Devise „ich bin, was ich tue“.

Auch die sprachliche Ausdrucksweise der neuen Generation unterscheidet sich von dem Sprechstil der anderen Generationen. Sprache ist wie Mode. Man möchte etwas Neues und sich gewiss nicht so anhören, wie seine eigenen Eltern. Jede Generation hat seine eigene Sprache, um sich abzugrenzen und somit ein Gefühl von Identität zu erlangen. Außerdem gibt sie einem das Gefühl von Zugehörigkeit und Gemeinschaft.

Modewörter wie „YOLO“, „hashtag“ oder „merkeln“, die sich durch die sozialen Medien noch schneller verbreiten, hört man von Seiten der Generation Z nicht selten. Die Verwendung von Anglizismen, Neologismen und Abkürzungen beeinflussen derzeit die deutsche Sprache ungemein. Während Kritiker eine Verkümmerung der Sprache anprangern, sehen Befürworter eine Erweiterung des Wortschatzes und der Ausdrucksweise.


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